Vjera Biller
Letzte freiwillige Wohnadresse: Rechbauerstraße 16, 8010 Graz- euthanasia-victim
- female
- jewish-victims-jewish
Biografie
Vjera (Vera) Biller: geboren 7.12.1903 in Dakovo (Slawonien), gestorben 1940 in Hartheim. Sie war die Tochter des in Graz geborenen Emil Biller und seiner Ehefrau Malvina, geb. Kugel. Vjera Biller verbrachte ihre Jugend in Osijek und Zagreb, bevor die Familie zu Beginn des Ersten Weltkriegs nach Budapest zog. In den 1920er Jahren lebte die jüdische Familie Biller in Berlin und Opatija, und übersiedelte schließlich 1932 nach Wien. Vjera Biller gehörte zur Künstleravantgarde, die in Berlin, Belgrad und Budapest in den 1920er Jahren gemeinsam mit Kollegen wie Marc Chagall und Paul Klee über Ländergrenzen hinweg große Erfolge feierte. Ab 1935 war die Familie wieder in Graz ansässig. Dort wohnte die Familie in der Rechbauerstraße 16. Bei Vjera Biller wurde eine schizophrene Erkrankung diagnostiziert. Zwischen 1932 und 1935 sind mehrere Klinikaufenthalte in der Wiener Heil- und Pflegeanstalt „Am Steinhof“ dokumentiert. Kurz nach dem Tod ihres Vaters Emil Biller am 9. September 1936 wurde sie in das Sanatorium Wetzelsdorf (heute Steiermarkhof) eingewiesen und am 1. Juni 1938 auf offizielle Anweisung hin in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ überstellt. Bis zu ihrer Deportation in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Sie wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
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Vjera (Vera) Biller: geboren 7.12.1903 in Dakovo (Slawonien), gestorben 1940 in Hartheim. Sie war die Tochter des in Graz geborenen Emil Biller und seiner Ehefrau Malvina, geb. Kugel. Vjera Biller verbrachte ihre Jugend in Osijek und Zagreb, bevor die Familie zu Beginn des Ersten Weltkriegs nach Budapest zog. In den 1920er Jahren lebte die jüdische Familie Biller in Berlin und Opatija, und übersiedelte schließlich 1932 nach Wien. Vjera Biller gehörte zur Künstleravantgarde, die in Berlin, Belgrad und Budapest in den 1920er Jahren gemeinsam mit Kollegen wie Marc Chagall und Paul Klee über Ländergrenzen hinweg große Erfolge feierte. Ab 1935 war die Familie wieder in Graz ansässig. Dort wohnte die Familie in der Rechbauerstraße 16. Bei Vjera Biller wurde eine schizophrene Erkrankung diagnostiziert. Zwischen 1932 und 1935 sind mehrere Klinikaufenthalte in der Wiener Heil- und Pflegeanstalt „Am Steinhof“ dokumentiert. Kurz nach dem Tod ihres Vaters Emil Biller am 9. September 1936 wurde sie in das Sanatorium Wetzelsdorf (heute Steiermarkhof) eingewiesen und am 1. Juni 1938 auf offizielle Anweisung hin in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ überstellt. Bis zu ihrer Deportation in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Sie wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Letzte freiwillige Wohnadresse: Rechbauerstraße 16, 8010 Graz | MEMOR Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz.
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