Walter Gerdes
Letzte freiwillige Wohnadresse: Naglergasse 44- ns-opposition
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Biografie
Dr. Walter Gerdes: geboren 4.4.1902 in Graz, gestorben 12.9.1940 im KZ Buchenwald. Walter Gerdes studierte in Graz Rechts- und Staatswissenschaften und war Mitglied der Studentenverbindung „Winfridia“. Nach seiner Promotion 1927 arbeitete er bis 1930 bei der BH Liezen, danach bei der BH Feldbach und der BH Weiz. In Weiz kam es 1932 auch zu ersten Auseinandersetzungen mit den dortigen Nazis. Nach der Ausschaltung der Demokratie in Österreich 1934 war Gerdes in Weiz Bezirksleiter der Vaterländischen Front. Der zukünftige Schwiegersohn des ehemaligen Bundespräsidenten Wilhelm Miklas wurde nach der Machtübernahme der Nazis im März 1938 festgenommen und kam mit dem ersten Buchenwaldtransport am 25. September 1938 ins Konzentrationslager, wo er zunächst ein als „prominent“ titulierter Polizeihäftling war. Ab März 1939 war er in Buchenwald nur mehr „einfacher Schutzhäftling“, der am 12. September 1940 – wie es offiziell hieß – „auf der Flucht erschossen“ wurde.
QR Code zur Person
Dr. Walter Gerdes: geboren 4.4.1902 in Graz, gestorben 12.9.1940 im KZ Buchenwald. Walter Gerdes studierte in Graz Rechts- und Staatswissenschaften und war Mitglied der Studentenverbindung „Winfridia“. Nach seiner Promotion 1927 arbeitete er bis 1930 bei der BH Liezen, danach bei der BH Feldbach und der BH Weiz. In Weiz kam es 1932 auch zu ersten Auseinandersetzungen mit den dortigen Nazis. Nach der Ausschaltung der Demokratie in Österreich 1934 war Gerdes in Weiz Bezirksleiter der Vaterländischen Front. Der zukünftige Schwiegersohn des ehemaligen Bundespräsidenten Wilhelm Miklas wurde nach der Machtübernahme der Nazis im März 1938 festgenommen und kam mit dem ersten Buchenwaldtransport am 25. September 1938 ins Konzentrationslager, wo er zunächst ein als „prominent“ titulierter Polizeihäftling war. Ab März 1939 war er in Buchenwald nur mehr „einfacher Schutzhäftling“, der am 12. September 1940 – wie es offiziell hieß – „auf der Flucht erschossen“ wurde. Letzte freiwillige Wohnadresse: Naglergasse 44 | MEMOR Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz.
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