Heinrich Frank
Letzte freiwillige Wohnadresse: Franz-Riepl-Gasse 12, 8020 Graz- resistance-political
- male
Biografie
Heinrich Frank: geboren 9.3.1911 in Graz, gestorben 2.2.1945. Frank war Uhrmacher und bis zum Verbot der Sozialdemokratischen Partei 1934 Mitglied der Partei. Danach schloss er sich den Revolutionären Sozialisten an. 1937 wurde er Mitglied der KPÖ und innerhalb der Sozialen Arbeitsgemeinschaft tätig. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde er vom Leiter der KPÖ Graz, August Pirker, beauftragt, eine Zelle der KPÖ zu gründen, was auch geschah. Im Zuge des Aufrollens der von Pirker aufgebauten Organisation wurde auch Frank am 24. Februar 1939 verhaftet und am 15. Juli 1940 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach dem Urteil schrieb er einen Brief an einen in U-Haft befindlichen Häftling, in dem er auf das Urteil einging und zudem meinte, dass die Entscheidung bis die Sowjetunion gegen Deutschland den Krieg beginnen werde noch ca. ein Jahr dauern wird: „Bis dahin heißt es eben durchhalten. [...] Der jetzige Krieg ebnet den Weg zum Sozialismus, indem er alle kapitalistischen Staaten aufreibt.“ Der Brief wurde abgefangen und Frank wurde erneut vor Gericht gestellt, wo er am 3. Februar 1941 zu weiteren zwei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt wurde. Nach Verbüßung der Haftstrafe wurde er am 2. August 1943 ins KZ Flossenbürg überstellt, von wo er am 29. Oktober 1943 ins KZ Sachsenhausen kam. In der Folge wurde er in eine Strafeinheit eingezogen. Die letzte Nachricht von ihm stammte vom 2. Februar 1945. Er wurde mit diesem Datum für tot erklärt.
QR Code zur Person
Heinrich Frank: geboren 9.3.1911 in Graz, gestorben 2.2.1945. Frank war Uhrmacher und bis zum Verbot der Sozialdemokratischen Partei 1934 Mitglied der Partei. Danach schloss er sich den Revolutionären Sozialisten an. 1937 wurde er Mitglied der KPÖ und innerhalb der Sozialen Arbeitsgemeinschaft tätig. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde er vom Leiter der KPÖ Graz, August Pirker, beauftragt, eine Zelle der KPÖ zu gründen, was auch geschah. Im Zuge des Aufrollens der von Pirker aufgebauten Organisation wurde auch Frank am 24. Februar 1939 verhaftet und am 15. Juli 1940 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach dem Urteil schrieb er einen Brief an einen in U-Haft befindlichen Häftling, in dem er auf das Urteil einging und zudem meinte, dass die Entscheidung bis die Sowjetunion gegen Deutschland den Krieg beginnen werde noch ca. ein Jahr dauern wird: „Bis dahin heißt es eben durchhalten. [...] Der jetzige Krieg ebnet den Weg zum Sozialismus, indem er alle kapitalistischen Staaten aufreibt.“ Der Brief wurde abgefangen und Frank wurde erneut vor Gericht gestellt, wo er am 3. Februar 1941 zu weiteren zwei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt wurde. Nach Verbüßung der Haftstrafe wurde er am 2. August 1943 ins KZ Flossenbürg überstellt, von wo er am 29. Oktober 1943 ins KZ Sachsenhausen kam. In der Folge wurde er in eine Strafeinheit eingezogen. Die letzte Nachricht von ihm stammte vom 2. Februar 1945. Er wurde mit diesem Datum für tot erklärt. Letzte freiwillige Wohnadresse: Franz-Riepl-Gasse 12, 8020 Graz | MEMOR Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz.
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