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Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Frieder Johann Joachim Ahlemann

Letzte freiwillige Wohnadresse: Neubaugasse 12, 8020 Graz
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Biografie

Dr. Frieder Johann Joachim Ahlemann: geboren 29.3.1916 in Danzig, gestorben 2.2.1945 in Graz. Frieder Ahlemann hatte evangelische Theologie in Marburg, Erlangen, Halle und Greifswald studiert, war Mitglied der „Bekennenden Kirche“ und mit Dietrich Bonhoeffer bekannt. Sein Bruder Hugo wurde wegen seiner Beteiligung am Attentat auf Hitler am 26. Juli 1944 erschossen. Seit April 1942 war Frieder Ahlemann in Graz als Erzieher tätig, von wo aus er Rundbriefe verschickte. Anfang Mai 1944 wurde er – wie es in den Zeitungen hieß – „wegen des Verbrechens widernatürlicher Unzucht“ verhaftet. Das Sondergericht Graz verurteilte ihn deshalb am 15. Dezember 1944 zum Tode. Einer seiner ehemaligen Zöglinge, der Grazer Schriftsteller Alfred Kolleritsch, setzte ihm mit dem Roman „Allemann“ ein literarisches Denkmal. Für ihn war er ein NS-Gegner und unangepasster Erzieher, der ihnen nur das Widerständige des Körpers ins Bewusstsein rief. Er wurde am 2. Februar 1945 in Graz hingerichtet.

Straßenname für NS-Opfer (1)

Im deutschen Schkeuditz (Sachsen) erinnert eine Straße an Frieder Ahlemann.

Kein Bild vorhanden
Literarische Erinnerung (2)

Umschlag des Romans von Alfred Kolleritsch über seinen Lehrer Frieder Ahlemann

Kein Bild vorhanden

QR Code zur Person

Dr. Frieder Johann Joachim Ahlemann: geboren 29.3.1916 in Danzig, gestorben 2.2.1945 in Graz. Frieder Ahlemann hatte evangelische Theologie in Marburg, Erlangen, Halle und Greifswald studiert, war Mitglied der „Bekennenden Kirche“ und mit Dietrich Bonhoeffer bekannt. Sein Bruder Hugo wurde wegen seiner Beteiligung am Attentat auf Hitler am 26. Juli 1944 erschossen. Seit April 1942 war Frieder Ahlemann in Graz als Erzieher tätig, von wo aus er Rundbriefe verschickte. Anfang Mai 1944 wurde er – wie es in den Zeitungen hieß – „wegen des Verbrechens widernatürlicher Unzucht“ verhaftet. Das Sondergericht Graz verurteilte ihn deshalb am 15. Dezember 1944 zum Tode. Einer seiner ehemaligen Zöglinge, der Grazer Schriftsteller Alfred Kolleritsch, setzte ihm mit dem Roman „Allemann“ ein literarisches Denkmal. Für ihn war er ein NS-Gegner und unangepasster Erzieher, der ihnen nur das Widerständige des Körpers ins Bewusstsein rief. Er wurde am 2. Februar 1945 in Graz hingerichtet. Letzte freiwillige Wohnadresse: Neubaugasse 12, 8020 Graz | MEMOR Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz.


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  • Name: Frieder Johann Joachim Ahlemann (person description)
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